konzert-in-freiburg-2017

Einführung

Sehr geehrte Damen und Herren, herzlich willkommen zu diesem Konzertabend. Bevor mit dem offiziellen Programm losgeht, werfen wir einen Blick auf ein besonderes Thema. Vor zwei Tagen, am 8. April, war Tag der Roma, der weltweit anerkannt ist. Aus diesem Grund ist es mir eine Ehre, ein paar Sätze zur Kultur und Geschichte der Roma zu sagen.

Das Wort `Roma` bedeutet auf Roma – Sprache `Mensch` . Das Wort `Zigauner` existiert in der Roma-Sprache nicht und wurde den Roma von Außen auferlegt. Es bedeutet schmutzig, hässlich, aussätzig…

Roma stammen eigentlich aus Indien. Aufgrund zahreicher Kriege, verließen sie schon zu beginn des 11. Jahrhunderts ihre Heimat und wanderten in die ganze Welt aus. Heutzutage gibt es Roma fast in jedem Land.

Roma gelten als traditionelles, religiöses,emotionales und mystisches Volk, das eher in den eigenen Kreisen bleibt. Durch die Musik und Tanz schaffen es die Roma durch viele Jahrhunderte, ihre eigene Sprache und Schrifft zu bewahren. Schon immer waren sie eng mit Musik verbunden. Im Laufe der Zeit beschäftigten sie sich mit Handwerk und Handel. Die Roma haben kein eigenes Land und sagen dazu: ´Wir brauchen kein eigenes Land, da wir himmlische Menschen sind´.

Es ist Tatsache, dass in älterer und jüngerer Zeit die Roma häufig zu Kollateralschäden der Geschichte wurden. Nach einer lange Zeit der Diskriminierung und negativen Stereotypisierung kommt es am 8. April 1871 in London zu einem ersten Romakongress, dessen Ziel die Integration der Roma in die Gesellschaft war. Am selben Tag bekamen die Roma eine Nationalhymne und eine Nationalflagge (ein rotes Rad auf blau-grünen Hintergrund) – Symbol für Himmel, Erde und für das ewige Wandern.

Heutzutage, je nach Staat, kann man einen bestimmten Erfolg in der Ausbildung und Beschäftigung von Roma im Gesellschaftssystem sehen. Es ist ein langes Period, aber er trägt Früchte.

Am Ende dieser Einleitung hören wir zwei Strophen aus Roma Nationalhymne `Djelem, Djelem`, gleich danach fangen wir mit dem offiziellen Programm an.

Author des Textes: Aleksandar Aleksandrović

Die Lektion

Wir freuen uns sehr, dass ihr heute so zahlreich erschienen seid. Die Künstler, die heute Abend zu sehen und zu hören sind, sind alle miteinander befreundet. Die Hauptidee für die Realisierung dieses Konzertes war, dass die Freunde und Musiker sich wieder treffen können, und dass die Atmosphäre, die sie unter einander haben, an Sie, also das Publikum, das heute hier ist, weitergegeben wird.
Konkret handelt man es sich hier um junge Musikern, die an der Hochschule für Musik in Freiburg studiert haben bzw. noch studieren. Aber das ist nicht das Ende. Diese jungen Künstler haben im Laufe des Studiums in einer WG, die nur ein Paar Schritte von hier entfernt ist, zusammen gewohnt. Den Alltag haben sie oft zusammen geteilt – in guten und in schlechten Zeiten – und jedes Mal wenn Hilfe gebraucht wurde, waren alle für einen und einer für alle da. Diese jungen Menschen sind froh, durch eine so starke Freundschaft miteinander verbinden zu sein. Die Bedeutung einer echten Freunschaft – das wollen sie heute Abend, neben dem gemeinsamen Musizieren, auch ausstrahlen. Jetzt wo ein Paar Freunden ihr Studium abgeschlossen haben, und von der kleinen Wohngemeinschaft hinaus in das individuelle Leben `weitergetrieben` sind, bleibt nur die schöne Errinerung an das, was gemeinsam erlebt wurde. Dass das nicht nur reine Pathetik und lehre Worte sind, sieht man daran, dass sich auf die Idee des Initiators hin, jede Mitglied dieser kleinen Gemeinschaft mit seiner Teilnahme und Unterstützung in die Organisation des Konzertes mitgebracht hat.
Schließlich, sehr geehrtes Publikum, begrüßen die fünf Freunde zwei externe Künstler des Konzertes- Frau Mirjam Sabine Makówka und Frau Angela Spohr, die auch sehr gerne an diesem Konzert teil genommen haben… und euch wünschen wir alle einen lockeren und gemütlichen Konzertabend, und, dass ihr auch das erkennen könnt, was eben gesagt wurde, und villeicht ein bisschen reicher nach Hause gehen könnt.

Künstlerisch-Organisatorisches Team
Hauptorganisator und Author des Textes: Aleksandar Aleksandrović
Adaptation auf deutsche Sprache: Thomas Rampp

Vergiss dass dein Zimmer,
Wände hat
Leg seinen Raum
An dein Herz

Die Luft
hat duftige Melodie
sing sie

Kommt ein Freund
Bist du doppelt da
Er geht
Und bleibt zurück

Rose Ausländer (1901. – 1988.)